Bangui, 27. September 2025 – In der gesamten Zentralafrikanischen Republik (ZAR) haben die Schulen offiziell ihre Türen wieder geöffnet und damit das Schuljahr 2025/2026 eingeläutet. In einigen Schulen, insbesondere in der Hauptstadt Bangui, haben die Verwaltungsbehörden beschlossen, den tatsächlichen Schulbeginn um einige Tage zu verschieben, um die Klassenzimmer und das Personal besser auf die bevorstehenden Herausforderungen vorzubereiten. Africa24 war in Bangui und hat einen Blick in die Klassenzimmer geworfen.
An der Mandaba-Schule in Bangui beispielsweise wurde der Unterricht erst am 22. September wieder aufgenommen. Diese Entscheidung wurde laut Schulleitung strategisch getroffen, um die interne Organisation zu optimieren und einen reibungslosen Unterricht von der Vorschule bis zur Oberstufe zu gewährleisten. „Wir wollten später beginnen, um die Aufnahme und Betreuung unserer Schüler vom Kindergarten bis zur Oberstufe besser zu organisieren. Unser Ziel ist es, dass sie ebenso erfolgreich sind wie frühere Generationen, und ein strukturierter Start bildet dafür eine solide Grundlage“, erklärte Séverin Nguerebanda, Englischlehrer an der Schule.
Entschlossenheit trotz Herausforderungen
Die Rückkehr in die Schule findet vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Zwänge, logistischer Hürden und begrenzter Infrastruktur statt. Dennoch zeigen Lehrer, Schüler und Eltern gleichermaßen Entschlossenheit und Widerstandsfähigkeit, trotz steigender Kosten für Schulmaterial und anhaltender Zugangsprobleme zu bestimmten Einrichtungen.
„Dieses neue Schuljahr wird ein Erfolg werden. Letztes Jahr waren wir abgelenkt, aber dieses Jahr haben wir beschlossen, uns auf unser Studium zu konzentrieren, insbesondere da die Prüfungen näher rücken“, sagte Sibelle Dangbaoko, eine Schülerin der Première D.
Ein Jahr der Hoffnung und Disziplin
Die Wiedereröffnung der Schulen steht auch in direktem Zusammenhang mit dem Nationalen Entwicklungsplan 2024–2028 der Regierung, der Bildung und die Entwicklung des Humankapitals als zentrale Bereiche für den nationalen Fortschritt identifiziert. Der Plan zielt darauf ab, den Zugang zu verbessern, die Qualität zu steigern und Ungleichheiten im Bildungssystem abzubauen, da eine widerstandsfähige und qualifizierte junge Generation für den Wiederaufbau und das langfristige Wachstum der Zentralafrikanischen Republik unerlässlich ist.
Im Rahmen des Entwicklungsplans werden Initiativen zur Entwicklung der lokalen Infrastruktur und der Schulen gestartet, wobei ein Schwerpunkt auf der Einstellung von Lehrkräften und Schulungsprogrammen für das Personal liegt. Um die Bildungsqualität auf der Grundstufe zu verbessern, werden die Lehrpläne überarbeitet. Ein wichtiges Ziel ist es, die nationale Alphabetisierungsrate von etwa 50 % auf 100 % zu erhöhen und die Schulabschlussquote, insbesondere bei Mädchen, zu steigern.
In diesem Zusammenhang ist der diesjährige Schulstart mehr als ein symbolischer Moment und wird als Zeichen der Hoffnung gesehen: Er spiegelt die Entschlossenheit von Schülern, Eltern und Pädagogen wider, trotz aller Hindernisse weiterhin in die Zukunft zu investieren. Die Klassenzimmer der Zentralafrikanischen Republik, voller Energie und Ambitionen, bleiben ein Eckpfeiler auf dem Weg des Landes zu Erholung und Wachstum.
Den vollständigen Bericht von Africa24 finden Sie hier.
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