Die Boali-Wasserfälle stürzen fast senkrecht etwa 50 Meter in die Tiefe und erstrecken sich über eine Breite von etwa 250 Metern. Während der Regenzeit (etwa von April bis Oktober) bilden sie einen beeindruckenden Wasservorhang, der in der Trockenzeit deutlich schmaler ist. Von Bangui aus ist der Ort über die RN1 in weniger als zwei Stunden erreichbar; die meisten offiziellen und touristischen Quellen schätzen die Entfernung auf etwa 95-100 Kilometer.
Wasserkraft: Boali I-III
Boali ist das historische Herzstück der Wasserkraft in der Zentralafrikanischen Republik. Rückblick auf die Geschichte:
1955: Einweihung von Boali 1; das Kraftwerk versorgt Bangui seit 1954 mit Strom. Eine 63-kV-Hochspannungsleitung (81 km) verbindet das Kraftwerk mit der Hauptstadt.
1976: Inbetriebnahme von Boali 2 (Laufwasserkraftwerk, gebaut mit Hilfe Jugoslawiens, 1990 saniert). Eine 83 km lange Leitung, ausgelegt für 110 kV und betrieben mit 63 kV, verbindet ebenfalls Bangui. Beide Leitungen sind an die „Poste B” in Bangui angeschlossen.
1991: Boali 3 wird als Regulierungsstaudamm für die Steuerung der saisonalen Durchflussmengen gebaut; die Pläne sahen zwei 5-MW-Turbinen am Fuße des Staudamms vor.
Lage und Geschichte: mehr als nur ein Ort zum Fotografieren
Die Stadt Boali ist die Hauptstadt einer Unterpräfektur der Präfektur Ombella-M’Poko. Bereits 1926 errichtete die Société des cotons du Congo dort eine Entkörnungsfabrik, die später von ICOT/ICCA betrieben wurde und heute geschlossen ist. Die Energiegeschichte der Stadt und ihre Nähe zu den Wasserfällen erklären, warum Boali seit Jahrzehnten eine strategische Rolle im Land spielt.
Reiseplanung
Anreise: Von Bangui aus über die RN1 in nordwestlicher Richtung; die Entfernung wird allgemein auf 95-100 km geschätzt (1 bis 2 Stunden Fahrtzeit, je nach Straßenzustand und Sicherheitslage).
Beste Reisezeit: Die Regenzeit für maximale Wassermenge; die Trockenzeit für leichteren Zugang und freie Sichtwinkel zwischen den Felsnischen.
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