17. August 2026
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Afrikanische Staatschefs fordern mehr Investitionen für Entwicklung und Infrastruktur

Brazzaville (Republik Kongo), 03.06.2026 - Zum Auftakt der Jahrestagung 2026 der Afrikanischen Entwicklungsbank (AfDB) haben mehrere afrikanische Staats- und Regierungschefs verstärkte Investitionen in Energie, Infrastruktur, Industrialisierung und Klimafinanzierung gefordert. Zudem sprachen sie sich für eine stärkere Mobilisierung privaten Kapitals aus, um die wirtschaftliche Entwicklung des Kontinents voranzutreiben. 

Im Rahmen eines hochrangigen Präsidentendialogs in Brazzaville, der Hauptstadt der Republik Kongo, diskutierte der Präsident der Zentralafrikanischen Republik Professor Faustin-Archange Touadéra mit dem gabunischen Präsidenten Brice Oligui Nguema, Kongos Präsident Denis Sassou Nguesso sowie dem Präsidenten der Afrikanischen Entwicklungsbank, Dr. Sidi Ould Tah, über die Finanzierungsperspektiven Afrikas. Die Veranstaltung fand vor Vertretern von Regierungen, Finanzinstitutionen, Entwicklungsorganisationen, der Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft statt. 

Unter dem Motto „Afrikas Entwicklungsfinanzierung in einer fragmentierten Welt im großen Maßstab mobilisieren“ standen insbesondere Strategien zur Schließung der Finanzierungslücke des Kontinents im Mittelpunkt. 

Präsident Touadéra warb für eine stärkere Unterstützung binnenländischer Volkswirtschaften durch Investitionen in Straßenbau, Stromerzeugung und regionale Verkehrsverbindungen. Die Zentralafrikanische Republik verfüge über erhebliche wirtschaftliche Potenziale und ein zunehmend stabiles Umfeld für Investitionen, so Touadéra. Zudem bekräftigte er die Unterstützung seines Landes für die Initiative „Mission 300“, mit der die Afrikanische Entwicklungsbank und die Weltbank bis 2030 rund 300 Millionen Menschen in Afrika an die Stromversorgung anschließen wollen. 

Entwicklung tragfähiger Projekte

Mit Blick auf die Finanzierungslücke Afrikas erklärte AfDB-Präsident Ould Tah, dass auf dem Kontinent erhebliche ungenutzte Kapitalreserven vorhanden seien. Schätzungen zufolge verfügten afrikanische Akteure über Finanzmittel in Höhe von rund vier Billionen US-Dollar, die für investitionsfähige Entwicklungsprojekte mobilisiert werden könnten. Die Aufgabe der Bank bestehe darin, gemeinsam mit Staaten und Finanzinstitutionen tragfähige Projekte zu entwickeln und die erforderlichen Finanzmittel bereitzustellen. 

Jugend als wichtigster Entwicklungsvorteil des Kontinents

Ein weiterer Schwerpunkt der Diskussion war die Rolle der jungen Bevölkerung Afrikas. Präsident Nguema bezeichnete die Jugend als den wichtigsten Entwicklungsvorteil des Kontinents und forderte verstärkte Investitionen in Bildung, Ingenieurwissenschaften und technische Ausbildung. 

Die 61. Jahrestagung des Gouverneursrats der Afrikanischen Entwicklungsbank sowie die 52. Tagung des Gouverneursrats des Afrikanischen Entwicklungsfonds fanden vom 25. bis 29. Mai 2026 im Internationalen Konferenzzentrum von Kintélé in Brazzaville statt. Angesichts einer wachsenden Finanzierungslücke und eines sich wandelnden geopolitischen sowie wirtschaftlichen Umfelds sehen die Teilnehmer die Mobilisierung zusätzlicher Finanzmittel als entscheidende Voraussetzung für die weitere Entwicklung Afrikas. 

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