New York / Yaoundé – Die Konferenz „Kinder in bewaffneten Konflikten in Zentralafrika – Gemeinsam für Prävention“ ist kürzlich in Yaoundé (Kamerun) mit der fachlichen Verabschiedung einer regionalen Präventionsstrategie zu Ende gegangen. Dabei handelt es sich um den ersten regionalen Präventionsrahmen dieser Art weltweit, seit das Mandat der Vereinten Nationen zu Kindern und bewaffneten Konflikten vor rund dreißig Jahren geschaffen wurde.
Die Konferenz in Yaoundé wurde vom Büro der Sonderbeauftragten in Partnerschaft mit der Regierung Kameruns, dem Regionalbüro der Vereinten Nationen für Zentralafrika sowie den Partnerorganisationen der Vereinten Nationen in Kamerun organisiert. Insgesamt kamen Vertreter elf zentralafrikanischer Staaten – Angola, Burundi, Kamerun, die Zentralafrikanische Republik, Tschad, die Demokratische Republik Kongo, Äquatorialguinea, Gabun, die Republik Kongo, Ruanda sowie São Tomé und Príncipe – bei dem Termin zusammen. Ebenso die Kommission der Afrikanischen Union, das Büro der Sondergesandten der Afrikanischen Union für von bewaffneten Konflikten betroffene Kinder, den Afrikanischen Sachverständigenausschuss für die Rechte und das Wohlergehen des Kindes, die Wirtschaftsgemeinschaft der Zentralafrikanischen Staaten (ECCAS), den Afrikanischen Jugendbotschafter für Frieden in Zentralafrika. Ebenfalls vor Ort: Verschiedene Einrichtungen der Vereinten Nationen, zivilgesellschaftliche Partner und weitere Interessenträger.
„Zentralafrika geht bei der Prävention von Kindern und bewaffneten Konflikten voran“, sagte Vanessa Frazier, Untergeneralsekretärin und Sonderbeauftragte des Generalsekretärs für Kinder und bewaffnete Konflikte. Sie würdigte die elf Staaten der Region für die „ermutigende Errungenschaft“ und begrüßte das Engagement Kameruns, diese Konferenz auszurichten.
Die Konferenz befasste sich im Detail mit den Herausforderungen im Zusammenhang mit Kindern und bewaffneten Konflikten, sowie mit bewährten Praktiken in der Region. Darüber hinaus wurden Möglichkeiten zur Stärkung von Partnerschaften und koordinierter Ansätze zur Beendigung und Verhinderung schwerer Rechtsverletzungen gegen Kinder erörtert. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen auch die Ausarbeitung und Validierung einer regionalen Präventionsstrategie – eines politischen Rahmens, mit dem sich die Staaten verpflichten, schwere Rechtsverletzungen gegen Kinder zu verhindern und den Schutz von Kindern sowohl auf regionaler als auch auf nationaler Ebene zu stärken.
Die Konferenz endete mit der Validierung der Präventionsstrategie auf technischer Ebene durch die elf Staaten. Die Strategie soll nun auf der nächsten Tagung des Ständigen Beratenden Ausschusses der Vereinten Nationen für Sicherheitsfragen in Zentralafrika (UNSAC), die im November 2026 in Libreville stattfinden wird, auf Ministerebene angenommen werden. Der Ausschuss hatte auf seinen Tagungen in Kigali (2023) und Malabo (2025) Unterstützung für die Ausarbeitung einer Strategie sowie für die Organisation der Regionalkonferenz angefordert. Anschließend soll die Strategie der Wirtschaftsgemeinschaft der Zentralafrikanischen Staaten (ECCAS) zur Billigung vorgelegt werden.
Die Teilnehmenden konnten außerdem vor Ort die Gelegenheit nutzen, die vom Büro der Sonderbeauftragten ins Leben gerufene Kampagne „Prove it Matters“ kennenzulernen und sich mit den Verantwortlichen auszutauschen. Auf der Tagung kündigte Kamerun offiziell seine Absicht an, sich der Kampagne anzuschließen.
Begleitend zur Konferenz führte das Büro der Sonderbeauftragten außerdem bilaterale Gespräche mit Vertretern der Regierung Kameruns sowie mit Partnerorganisationen der Vereinten Nationen.
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