9. Februar 2026
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Wasserversorgungsprojekt: Verbesserung des Zugangs zu Wasser

Bangui, 21. November 2025 – Die Zentralafrikanische Republik hat eine groß angelegte neue Initiative gestartet, um den Zugang zu sauberem Trinkwasser durch den Bau einer modernen Wasserverteilungsinfrastruktur in Birao, Bria, Sibut und Bangassou zu verbessern. Dieses Vorzeigeprojekt, das im strategischen Bereich 3 des Nationalen Entwicklungsplans – Resiliente und nachhaltige Infrastruktur – verankert ist, stellt einen entscheidenden Schritt zur Verbesserung der Lebensbedingungen in den Städten, zur Stärkung der öffentlichen Gesundheit und zur Sicherstellung einer zuverlässigen Trinkwasserversorgung für Gemeinden dar, die aufgrund veralteter oder unvollständiger Systeme lange Zeit unterversorgt waren. Mit einer Investition von 77 Millionen US-Dollar kombiniert die Initiative neue Produktionsanlagen, großvolumige Speicherbecken und ausgedehnte Verteilungsnetze, um die Wasserversorgungslandschaft in vier wichtigen regionalen Zentren zu verändern.

Projektübersicht

Das Projekt ist als umfassendes städtisches Wasserversorgungsprogramm konzipiert und umfasst den Bau neuer Bohrlöcher und Wasseraufbereitungsanlagen sowie den umfangreichen Ausbau der Verteilungsinfrastruktur. Die Produktionskapazitätsziele sind ehrgeizig:

  • 189 m³/h in Birao,

  • 450 m³/h in Bria,

  • 350 m³/h in Sibut,

  • 350 m³/h in Bangassou.

Auch die Speicherinfrastruktur wird umgestaltet, mit Reservoirs von 1.500 m³ bis 3.000 m³, je nach Standort. Das Projekt sieht die Installation von 465 neuen öffentlichen Standrohren und die Schaffung vollständig integrierter Systeme vor, die Produktion, Speicherung und Verteilung kombinieren.

Der Baubeginn ist für 2027 geplant, die Inbetriebnahme für 2029 – die Umsetzungsphase beträgt somit drei Jahre.

Ziele

Das Hauptziel des Projekts ist es, den Zugang zu Trinkwasser in vier regionalen Zentren, in denen die Bevölkerung derzeit auf unzureichende oder veraltete Systeme angewiesen ist, erheblich zu verbessern. Durch die Schaffung moderner, zuverlässiger Wasserversorgungsnetze soll die Widerstandsfähigkeit der Städte gestärkt, der Lebensstandard verbessert und sichergestellt werden, dass die Bedürfnisse im Bereich der öffentlichen Gesundheit durch eine stabile, qualitativ hochwertige Versorgung erfüllt werden.

Abgeschlossene und bevorstehende Aktivitäten

Mehrere grundlegende Studien wurden bereits abgeschlossen, darunter diagnostische Bewertungen und detaillierte Vorentwürfe für alle vier Städte, die zwischen 2007 und 2022 im Rahmen von EU-finanzierten Programmen und Initiativen der Weltbank durchgeführt wurden. Diese Studien bilden eine solide technische Grundlage für die Umsetzung.

Die nächste Phase umfasst ergänzende Studien, gefolgt von umfassenden Bauarbeiten und der Inbetriebnahme des Systems, einschließlich Aufbereitungsanlagen, Reservoirs und des gesamten Verteilungsnetzes.

Erwartete Ergebnisse

Nach der Inbetriebnahme wird das Projekt die Kapazität des Wasserversorgungssystems in allen vier Städten erheblich erweitern. Die Produktionsmengen werden auf insgesamt 1.338 m³/h steigen, unterstützt durch eine Gesamtspeicherkapazität von 10.000 m³, wodurch eine konstante und zuverlässige Versorgung von Zehntausenden von Einwohnern mit sauberem Wasser gewährleistet wird. Die Versorgungsquote wird sich von 27 % im Jahr 2022 auf voraussichtlich 75 % im Jahr 2029 verbessern, was einen großen Sprung beim Zugang zu Dienstleistungen bedeutet.

Wichtigste Vorteile

Die Initiative verspricht tiefgreifende soziale und wirtschaftliche Auswirkungen. Durch die Bereitstellung von zuverlässigem Trinkwasser wird sie die Verbreitung von durch Wasser übertragenen Krankheiten verringern und die tägliche Belastung der Haushalte – insbesondere für Frauen und Kinder – verringern. Die Bauphase wird eine Nachfrage nach lokalen Arbeitskräften und Dienstleistungen schaffen und damit die regionale Wirtschaft ankurbeln.

Vor allem aber legt das Projekt den Grundstein für gesündere, widerstandsfähigere und integrativere Gemeinschaften und unterstützt gleichzeitig die Fortschritte bei der Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung in den Bereichen Gesundheit, sauberes Wasser, Verringerung von Ungleichheiten und nachhaltige Städte.

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