Vollständige Digitalisierung der Prozesse im gesamten Wirtschaftsministerium
Reduktion von Bearbeitungszeiten um rund 70 %
Einsparpotential bei Verwaltungsausgaben von bis zu 30 %
Zentrale Datenbank für alle staatlichen, internationalen und humanitären Projekte schließt Informationslücken und erhöht Effizienz
Prof. Richard Filakota: „Vorreiter für digitale Verwaltungsmodernisierung“
Bangui, 27. Februar 2026 – Ein historischer Meilenstein in der Modernisierung der öffentlichen Verwaltung der Zentralafrikanischen Republik: Mit der offiziellen Einführung der digitalen Plattform Dûnîa wird erstmals ein gesamtes Ministerium vollständig digitalisiert – sowohl was die internen Abläufe angeht als auch die Zusammenarbeit mit externen Partnern. Die Plattform wurde für das Ministerium für Wirtschaft, Planung und Internationale Zusammenarbeit (MEPCI) entwickelt und markiert einen einzigartigen strukturellen Wandel in der Steuerung von Wirtschaftspolitik, Entwicklungsplanung und internationalen Partnerschaften.
Die offizielle Präsentation erfolgte unter der Schirmherrschaft des Präsidenten der Republik, Prof. Faustin Archange Touadera, und steht im Zeichen des Nationalen Entwicklungsplans 2024–2028.
„Dûnîa ist weit mehr als ein E-Government-Projekt. Es handelt sich um eine integrierte, modulare und skalierbare digitale Plattform, die sämtliche administrativen, operativen und strategischen Prozesse des Ministeriums abbildet. Ein strategischer Hebel für die Entwicklung und Digitalisierung – und ein wichtiges Element unseres Programms Ambition28“, so Prof. Richard Filakota, Minister für Wirtschaft, Planung und internationale Zusammenarbeit.
In der Plattform werden sämtliche Personal- und Haushaltsprozesse des Wirtschaftsministeriums automatisiert, die Dokumentenverwaltung vollständig elektronisch geführt, die Projektsteuerung digital zentralisiert, makroökonomische Analysen datenbasiert modelliert und internationale Finanzierungen transparent nachverfolgt. Die Plattform basiert auf einer Open-Source-Microservice-Architektur mit hoher Ausfallsicherheit (99,8 % Verfügbarkeit), verschlüsselter Datenstruktur und API-Interoperabilität.
Konkrete Effizienz- und Transparenzgewinne
Die Digitalisierung bringt messbare Verbesserungen. Administrative Bearbeitungszeiten werden um bis zu 70 % reduziert. Rund 40 % der personellen Ressourcen können künftig für wertschöpfende Aufgaben eingesetzt werden. Bei laufenden Verwaltungskosten wird ein Einsparpotenzial von bis zu 30 % prognostiziert.
Zudem werden künftig alle Prozesse vollständig digital nachverfolgbar, um Korruptionsrisiken zu minimieren. Schließlich erfolgt die Berichterstattung nach internationalen Standards – und automatisiert.
Besonders bedeutsam ist das neue Zentrale Projektregister, das erstmals alle staatlichen, internationalen und humanitären Projekte in einer gemeinsamen Datenbank zusammenführt. Dadurch werden Informationslücken geschlossen und Doppelstrukturen vermieden – ein bedeutender Schritt zur effizienteren Nutzung internationaler Entwicklungsmittel.
Digitale Steuerung von über 9 Milliarden US-Dollar Entwicklungsfinanzierung
Die Plattform unterstützt unmittelbar die Umsetzung des Nationalen Entwicklungsplans 2024–2028, für dessen Finanzierung im Rahmen einer internationalen Investorenkonferenz 2025 in Casablanca über 9 Milliarden US-Dollar mobilisiert wurden.
Durch die digitale Bündelung und Koordination aller Projekte können Überschneidungen reduziert werden und ein Einsparpotenzial von 15 bis 20 % realisieren. Zudem werden Mittelabflüsse beschleunigt, Wirkungsanalysen verbessert und territoriale Ungleichgewichte ausgeglichen. Damit wird Digitalisierung zum zentralen Instrument für wirksame Entwicklungssteuerung.
Die Entwicklung und Umsetzung von Dûnîa erfolgt in Partnerschaft mit dem zentralafrikanischen Technologieunternehmen EDEN TiiiT, das die bisherigen Projektphasen aus eigenen Mitteln vorfinanziert hat.
„Dieses Modell unterstreicht die wachsende Rolle des lokalen Privatsektors in der digitalen Transformation des Landes und sendet ein starkes Signal an internationale Partner und Investoren“, so Prof. Richard Filakota. „Mit Dûnîa positioniert sich die Zentralafrikanische Republik als Vorreiter für digitale Verwaltungsmodernisierung. Ein Modell für die digitale Souveränität eines Landes!“
Die Plattform stärkt staatliche Handlungsfähigkeit, erhöht Transparenz und Rechenschaftspflicht und schafft die Grundlage für evidenzbasierte Politikgestaltung. Die Digitalisierung des Ministeriums ist damit nicht nur ein technologischer Schritt, sondern ein strategischer Baustein für nachhaltiges Wachstum, institutionelle Stabilität und internationale Partnerschaft.
Der Name Dûnîa bedeutet in Sango, der Landessprache, “die Welt, das Universum, ein Ort mit unendlich vielen Lösungen”. Sie wurde gewählt, um die Öffnung der ZAR für die Welt, ihre Neupositionierung unter Ländern mit hohem digitalem Potenzial und die Beschleunigung ihres Wirtschaftswachstums dank einer unendlichen Anzahl innovativer Lösungen zu symbolisieren.
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